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  • Anne Stümke

Im Kreis: Die Übung für Veränderung

Updated: Jan 11

Es hat sich was verändert und jetzt musst du schnell reagieren?

Oder, es tut sich ja gar nichts? Immer alles das Gleiche?

Muss ich verändern - oder verändert es sich von allein?


Das sind Fragen, die einen ganz schön umtreiben können. Zwischendurch mal Luft holen hilft. Zum Beispiel: Wenn ich Freude empfinde, wenn ich spiele, wenn ich gestalte.

Im Kreis verändert sich alles.

Hier ist eine eine kraftvolle, schöne Übung für dich. Sie kann dich in ein wunderbares, rhythmisches Gleichgewicht bringen. Du siehst, wie sich alles mit jedem Schritt verändert.

Und Freude macht sie auch noch.

Du kannst diese Übung eigentlich überall machen. Du brauchst nur eine kleine Menge Steinchen oder ähnliches. Wenn du willst, kannst du sie aber auch zu zweit oder in der Gruppe machen. Das stärkt eure gemeinsame Kraft. Die Freude an der Veränderung.


 

Hier ist eine kleine Anleitung für dich:


Material:

  • Wenn du gern spazieren gehst, sammle dabei einfach ein paar Steinchen oder auch Blätter im Wald. Nimm entweder ganz verschiedene Farben oder Helligkeitsabstufungen. Es gehen aber auch gut kleine Stöckchen o.ä.

  • Wenn du gern kreativ bist, kannst du natürlich auch selbst Material herstellen: dazu einfach Tannenzapfen, Eicheln o.ä. bemalen.

  • Aber genauso gut kannst du natürlich auch einfach farbige Steinchen kaufen oder bestellen.

Wenn du diese Übung öfter machst, füll die Steinchen einfach in ein kleines Säckchen. Dann hast du sie immer griffbereit. Du kannst sie auch einfacher mitnehmen.


 

Wie du den Kreis für dich legst:


Jeder Stein darf (und muss oft) ein oder mehrere Male umgelegt werden, um den Kreis in den Abstufungen zu gestalten.

Du kannst die Steine nach dem Weg über Helligkeitsstufen wählen oder über die Farbabstufungen gehen.

  1. Schliess zunächst die Augen, atme einige Zeit ganz bewusst.

  2. Beginne, wenn du bereit und ganz präsent bist.

  3. Nimm den Stein in der Hand wahr

  4. Schaue auf den Kreis, wie er jetzt gerade ist

  5. Mach einen Schritt zum Kreis und leg dann den Stein

  6. Sieh jetzt den Stein in seiner neuen Farbigkeit im Kreis

  7. Verändere ggf. seinen Platz und/oder den anderer Steine bis es für dich stimmt

  8. Geh zurück auf deinen Platz


Jeder einzelne Schritt ist wesentlich.

Wenn du die Steine bewusst nacheinander legst, kannst du wahrnehmen, wie ein gewisser Rhythmus entsteht. Fast tänzerisch. Versuche, die einzelnen Schritte achtsam zu gehen.

Es gibt viele Varianten und du kannst für dich neue entwickeln. Dazu schau einfach unten in der Gruppenanleitung.


Zum Schluss:

Hat es dir Freude gemacht? Konntest du dir Zeit geben, das Bild erst wahrzunehmen bevor du legst? Welches Gefühl hattest du dabei?


 

Wenn du willst, kannst du das aber auch mit anderen in der Gruppe machen. Dann ist der Ablauf ähnlich und du kannst viele Varianten einbringen. Wichtig ist, dass jeder ersteinmal gut bei sich ist. Das kann eine kleine Atemübung am Anfang bewirken oder sonst irgendetwas, was ihr gern tut.



Wie du den Kreis in der Gruppe legst:


Achtet darauf, dass jeder auch die gelegten Steine der anderen oder auch alles umlegen darf

Alles andere ist wie in der oben beschriebenen Übung für dich allein.


  1. Bildet einen Kreis

  2. Jeder bekommt eine Anzahl Steine

  3. Einer beginnt und legt einen Stein

  4. der nächste im Uhrzeigersinn legt den zweiten Stein usw.

  5. Findet einen Rhythmus.

  6. Entscheidet wann der Kreis fertig ist.


Ihr könnt es aber auch anders machen. Es gibt eine Menge anderer Möglichkeiten, ein paar davon habe ich hier aufgelistet:



Varianten:

  • Ihr legt einen Haufen Steine an den Rand, von dem jeder nimmt

  • Jeder legt mehrere Steine (Anzahl entweder festlegen oder offen lassen)

  • Es geht nicht der Reihe nach, sondern nach dem eigenen Impuls

  • Beim Legen des Steins sagt jeder ein Wort, z.B. "Danke", "Fülle" , "Ganzheit", usw.

  • Ihr sagt Wörter, die ihr stärker in eurer Gruppe beleben wollt

  • lege die Kreise an verschiedenen Orten und schau, was du wahrnimmst. Zuhause, im Wald, auf einem Parkplatz, auf einer Wiese....



Je vertrauter ihr miteinander seid, umso weniger Regeln braucht ihr. Spielt mit den Regeln.

Zum Schluss:

Wie fühlt es sich an? Seid ihr in einen Rhythmus gekommen? Konntest du gut deine Steine überlassen? Was hat dich gestört? Möchtes du noch was verändern? Konntest du dir Raum zum Schauen geben? Wenn Steine verlegt wurden, wie fühlte es sich für dich an? Wie findest du das Gesamtbild? Dein Gefühl beim Betrachten?

 

Die Übung eignet sich wunderbar um in einen Rhythmus des Wechsels zu kommen. Ich nehme wahr, verändere, nehme wahr. Ich bin immer eingebunden in die Abfolge: Tun und Lassen. Wahrnehmen und Gestalten.

Du bist im Fluss der Veränderung. Besonders kannst du das spüren bei diesen 3 Punkten:


  1. Der Stein scheint seine Farbigkeit zu wechseln. In der Hand erscheint er mir weiß, im Kreis ist er plötzlich viel dunkler als ich dachte. Denn: Alles hängt von der Umgebung ab. Alles ist nur in Bezug auf etwas anderes.

  2. Meine Gefühle verändern sich in dem Prozess. Was taucht auf? In Resonanz worauf?

  3. Der ganze Kreis verändert sich mit jedem Legen. Tun, loslassen, wahrnehmen.


 

Und zum Schluss für dich noch mein Lieblingsfoto aus dieser Übung. Denn in ihr steckt vor allem eines:


Das Einzige, was wir haben, ist Zeit.

Viel Freude bei der Übung, egal ob du sie allein machst oder in der Gruppe!

Wenn du magst, schick mir Fotos deiner Kreise und berichtet über eure Erfahrungen.

Habt ihr vielleicht neue Varianten eingebaut?


Herzlich, Anne Stümke


alle Bilder ©Horst Gamerdinger






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